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Liebe Maren,
heute melde ich mich mal wieder, um von Blaze zu berichten. Die letzten Monate waren sehr durchwachsen mit zwei neu diagnostizierten Sehnenschäden, einem Stallwechsel und immer wiederkehrenden Lahmheiten. Es fällt mir immer noch schwer zu akzeptieren, dass es für mein Pferd, mit all den Baustellen, keinen heiligen Gral gibt, der bewirkt, dass sie „einfach gesund“ ist und gut läuft. Und so manövrieren wir uns durch die Monate und Jahreszeiten, mit angepasstem Training, angepasster Hufbearbeitung und angepasstem Zeitmanagement. So wie es eben geht zwischen Kleinkind, Arbeit, Haushalt und Pferd. Mit Hochs und Tiefs. Ein Schritt vor, ein Schritt zurück.
Ganz oft fühlt sich dieses Management sehr unbefriedigend an. Weil ich immer das Gefühl habe, dass etwas auf der Strecke bleibt. Das Gefühl, niemandem so richtig gerecht zu werden, ist immer präsent. Nun ist die Frage, ob man aus dieser Spirale, diesem Teufelskreis, diesem „ich bin eben doch zu blöd“, überhaupt irgendwann wieder herauskommt?
Die Frage kann ich nicht abschließend beantworten. Wie auch, denn ich hänge ja selbst drin. Aber, was ich sagen kann: Es gibt immer wieder helle Momente. Und vieles ist eine Frage der Perspektive. Und die kann man bekanntlich wechseln.
So kann ich auf jeden Fall schon sagen, dass es gewisse Freiheiten mit sich bringt, ein Pferd zu haben, dass viele Befunde hat. Ganz nach dem Motto „ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“, bewegte ich zum Beispiel mein Pferd trotz Sehnenschaden weiter und habe die Boxenruhe, die mir vorgeschlagen wurde, abgelehnt. Weil die Ruhe für die Sehne zwar gut ist, für die Arthrosen aber Gift. Ausgeheilt ist der Schaden darunter trotzdem. Ich nehme mir heraus, auszuprobieren, was uns guttut und Freude bringt. Und das ist nicht unbedingt ein minutiös geplanter Führplan auf hartem Boden, sondern vielleicht der Aktionstag „Extreme Trail“, bei dem wir uns beweisen können, was für ein tolles Team wir sind.
Blaze wird in ihrem weiteren Leben keine Turnierkarriere mehr hinlegen. Dennoch glaube ich, dass sie es genießt, auch weiterhin vielseitig (geritten) bewegt und nicht zum Rentnerpferd erklärt zu werden. Daher ist mir ehrlicherweise (fast) jedes Mittel recht, um diesen Zustand möglichst lange zu erhalten.
Daher hat es mich gefreut, dass sie als „austherapiertes“ Pferd, an einem Futtertest teilnehmen durfte, den du uns vermittelt hast. Sie hat über vier Wochen das Move von Nuvallo bekommen und auch wenn ich keine Wunder erwartet habe, ist ein positiver Effekt zu sehen. Nach drei Wochen hat sie sich anders aufgestellt und belastet ihre arthrotisch veränderten Hinterbeine besser. Vor allem beim Stehen an der Heuraufe ist diese Veränderung deutlich. Damit würde ich attestieren: Das oberste Ziel „Schmerzfreiheit“ ist damit für den Moment gut adressiert.
Ob uns dies nun ohne Rückschritte durch die nasskalte Jahreszeit bringt, wird sich weisen.
Mein Fazit: Ich versuche, die frustrierenden Momente so gut es geht hinzunehmen und mich über die hellen Momente und kleinen Erfolge zu freuen. Und natürlich darf auch der Futtertest nicht zum nächsten Punkt auf einer endlosen Optimierungsliste werden.
Vielleicht ist genau das die Freiheit, die ich mir inzwischen herausnehme: Dinge auszuprobieren, zu beobachten, und es wieder sein zu lassen, wenn es nicht passt. Ohne den Anspruch, damit den einen perfekten Weg zu finden.finden.
Vielleicht geht es bei einem Pferd mit so vielen Baustellen irgendwann auch gar nicht mehr darum, den perfekten Zustand herzustellen. Vielleicht geht es darum, den Zustand, den wir haben, so gut es geht zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Vielleicht ist heute der Tag für eine Trainingsrunde, vielleicht für einen Spaziergang, vielleicht für den Extreme Trail – und vielleicht auch einfach nur dafür, gemeinsam an der Heuraufe zu stehen und die Sonne auf der Haut zu spüren.
Warum ich ausnahmsweise Werbung im Blogpost zulasse? Weil gezielte Unterstützung durchaus ihre Berechtigung hat. Nahrungsergänzung ersetzt weder Haltung noch Training oder Hufbearbeitung. Das sollte klar sein. Für Blaze (17) mit ihren vielen sehr alten und neueren Baustellen scheint das Produkt Move von Nuvallo wirklich hilfreich gewesen zu sein. Blaze ist, was Alter, Vorgeschichte und aktuelle Lebenssituation angeht (die bisherigen Blogposts von Maren R.habe ich unten verlinkt) praktisch “austherapiert”. Es sind aktuell keine signifikanten Veränderungen durch Training oder Hufbearbeitung zu erwarten.
Deshalb hatte ich den Kontakt zwischen Nuvallo und Maren R. hergestellt: Ich selbst habe keine Pferde mehr, und die Pferde in meinen Kursen entwickeln sich meistens so schnell zum Positiven hin, dass es schwierig wäre , die Wirkung eines Supplements zu bestimmen. Mit Blaze konnte ich ein gut dokumentiertes Pferd vermitteln, bei dem der Gelenk-Snack der einzige Star in der Arena wäre.
Zu den Fotos: Das kleine Bild zeigt Blazes Ausgangssituation vor Beginn des ersten Kurses, ich glaube es war “Argumente für Geländereitende” Anfang 2024. Das große Bild ist aktuell. In dem Blogpost “Über Stock und Stein” findet ihr ein Foto von Blaze nach dem Argumente-Kurs.
https://www.die-pferde-sind-nicht-das-problem.de/ueber-stock-und-stein
https://www.die-pferde-sind-nicht-das-problem.de/kugelzeit
https://www.die-pferde-sind-nicht-das-problem.de/serendipi-was
www.nuvallo.de
